© ACARA-Yoga by Tanja Launicke 2017

Über Yoga

Es heißt, dass Yoga aus der Beobachtung der Natur entwickelt wurde. Durch die Nachahmung von Tierhaltungen oder Naturformen erlangen wir die Möglichkeit, eine tiefere Verbindung zu unserer Umwelt zu entwickeln. Yoga ist eine wundervolle Methode den modernen Menschen wieder zum verlorenen Wissen um Balance und natürliche Heilung zurückzuführen. Wir lernen, mit uns und unserem Körper wieder ins Reine zu kommen. Es geht darum sich, gut zu fühlen und nicht mehr voranging darum, gut auszusehen. Dabei ist Yoga nicht nur ein Weg nach innen - wir rüsten uns vielmehr für die Welt draußen. Yoga wirkt wie eine Verjüngungskur von innen. Der ganze Körper wird gestrafft und mit Sauerstoff versorgt. Stoffwechsel, Hormon- haushalt, Kreislauf und Zellregeneration optimieren sich. Yoga ist jedoch kein reines Gesundheits- oder Anti-Aging-Programm. Yoga bietet eine Lebenseinstellung, die uns rundum glücklich machen kann. Dabei ist Yoga keine schnelle Lösung. Wirkliche Veränderung gelingt nur, wenn man langfristig dran bleibt und über mehrere Jahre beständig übt. Schon nach ein paar Minuten kann man merken, dass sich etwas verändert. Regelmäßiges Üben ist vergleichbar mit einer sehr tief- greifenden, körperlichen Psychotherapie. Im Körper verfestigte Enttäuschungen, Schmerz, Wut, Ängste und ungelöste Konflikte können sich durch heilsame Bewegungsabläufe lösen. Mittels bewusstem Atmen, Achtsamkeit  und  bewusstem Bewegen sich auf die eigene Beziehung zum Göttlichen rückzubesinnen ist das eigentliche Anliegen des Yoga. Yoga setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen:  Für uns „Westler“ stehen meist die Asanas (Körperhaltungen)  im Vordergrund. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Yogapraxis: - sie kräftigen und dehnen den Körper - sie gleichen eingefahrene Haltungs- und Bewegungsmuster aus - sie entspannen die Muskulatur und machen die Gelenke flexibler - sie geben ein neues Körpergefühl, das Achtsamkeit prägt Yoga ist aber mehr als Sport oder Gymnastik! Schlägt man eine Zeitschrift auf und sieht komplizierte Haltungen auf Fotos, so steckt mehr dahinter als Akrobatik! Dem Übenden geht es darum, etwas bisher scheinbar Unerreichbares zu erreichen. Das erfordert Disziplin, stärkt Geist und gelingt auch nur, wenn der Geist ruhig ist. Einen ruhigen Geist erlangt man auch mit Hilfe des Atems, der die entscheidende Rolle in der Asana-Praxis spielt. Wer Yoga übt, wird ein völlig neues Atemgefühl erleben.

Ursprung des YOGA

Yoga ist ein Begriff aus  dem Sanskrit, einer altindischen Gelehrtensprache und kann mit Einheit, Integration oder Disziplin übersetzt werden. Im damaligen Sprachgebrauch bedeutete „anjochen“, dass Pferde und Ochsen, die vorher für sich waren, gemeinsam vor einen Karren gespannt wurden, um so ein Ziel zu erreichen. Der Fuhrmann bekam gleichzeitig die Kontrolle über beide, um sie zu lenken. In unserer Praxis ist damit das „Anschirren“ von Körper und Geist gemeint und über die Kontrolle von beiden gemeint. Yoga ist ein traditioneller Übungsweg für Körper, Seele und Geist, dessen Wurzeln etwa fünf Jahrtausende in das alte Indien zurück reichen. Yoga ist eine Geisteshaltung, keine Religion. Es ist eines von sechs traditionellen philosophischen Systemen und strebt die Eigenverantwortung des Menschen auf allen Ebenen an. Es führt ihn zu Freiheit, Gleichmut, Gesundheit, Bewusstsein. Dies geschieht durch die Verbindung von Körper, Seele und Geist mit der höchsten Kraft, mit dem Ziel der Harmonisierung des Lebens. Der Yoga-Weg ist wird oft als Weg der Selbsterkenntnis bezeichnet. Beim Üben geht es weniger darum, ein bestimmtes Ziel zu erreichen oder eine Leistung zu erbringen, sondern viel mehr darum, eigene Muster zu erkennen und Begrenzungen sanft und gefühlvoll zu lösen. Die bekannteste yogische Schrift sind Patanjali´s Yoga Sutren. Patanjali sagt, dass Begeisterung, Selbsterkenntnis und Hingabe an eine höhere Macht die Schlüssel zu einem erfüllten und zufriedenem Leben sind. Yoga ist eine Geisteshaltung. Diese definierte erstmals schriftlich, etwa 200 v. Chr., der Weise Maharishi Patanjali in seinem Yogasutra. Die 195 Yoga Sutren werden in vier Kapitel unterteilt, und daraus gehen acht Glieder hervor, die das philosophische Fundament des Yoga bilden: Yama Allgemeine ethische Gebote, Umgang mit den anderen Niyama Regeln im Umgang mit sich selbst Asana Stellung oder Haltung, Körperübungen, Beherrschung des Körpers Pranayama Atemlenkung, Beherrschung des Atems Pratyahara Zurückziehen der Sinne von den Sinnesobjekten, Beherrschung der Sinne, Fasten mit den Sinnen Dharana Konzentration, Kontrolle der Gedanken Dhyana Meditation, die Abwesenheit von Gedanken Samadhi Einssein, vollkommene Erkenntnis, die Selbstverwirklichung Die Yamas und auch die Niyamas werden nochmals unterteilt in jeweils 5 Bereiche: Ahimsa (Gewaltlosigkeit)       Shaucha (Reinheit) Satya (Wahrheit/Wahrhaftigkeit)                 Santosha (Zufriedenheit) Asteya (Nichtstehlen)       Tapas (Eifer oder Strenge) Brahmacharya (Enthaltsamkeit)       Svadhyaya (Erforschung d. Selbst) Aparigraha (Nichthorten)       Ishvara Pranidhana  (Hingabe an das Göttliche) Ein Baum besteht aus Wurzeln, Stamm, Ästen, Rinde, Saft, Blüten und Früchten. Jeder dieser Bestandteile hat seine besondere Eigenheit, aber keiner kann aus sich alleine heraus ein Baum werden. So steht es auch mit dem Yoga. Wie sich die einzelnen Teile zu einem Baum zusammenfügen, so bilden die acht Stufen in ihrer Gesamtheit den Yoga. Yama ist die Wurzel, Niyama der Stamm, Asana die Äste, Pranayama die Blätter, Pratyahara ist die Rinde, Dharana der Saft, Dhyana die Blüte, Samadhi die Frucht.
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